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24. Mai 2021: Wie weiter nach der Landratswahl?

Zwei Wochen ist es nun her, seit ein neuer Landrat gewählt wurde. Wie geht es jetzt weiter in Landkreis? Wird nun alles besser? Oder schlechter? Oder wie oder was?
Zukunft für alle braucht ein Programm für alle Foto: SPD Parteivorstand

Vor zwei Wochen haben die Menschen in unserem Landkreis einen neuen Landrat gewählt. Im Interesse der Menschen im Nordwestkreis ist Herrn Schomann nun viel Glück und ein gutes Händchen ins einem Amt zu wünschen!

Aber auch seiner Vorgängerin, Kerstin Weiss, ist für ihr unermüdliches Engagement zu danken. Ein neues Nahbuskonzept mit Service "auf der letzten Meile", Standortsicherung von Schulen, Ausbau der Kita- und Krippenplätze, Ansiedlung neuer und Erweiterung bestehender Unternehmen mit neuen Arbeitsplätzen, das schnellere Anlaufen der Digitalisierung im Landkreis als anderswo, Coronatests in Arztpraxen als andere noch drüber sprachen, unbürokratische Sonder-Impfaktionen, das alles ist - neben vielen engagierten Menschen dafür - auch Kerstin Weiss zu verdanken.

Hut ab und Respekt, dass sie einen Wahlkampf durchgestanden hat, der mehr als einmal unter die Gürtellinie zielte, mit Anwürfen kurz vor der Wahl, gegen die sich so kurzfristig niemand verteidigen kann.

Nun wird Herr Schomann zeigen müssen, was er kann. Im Bauamt für schnellere Verfahren sorgen, gut so. Aber weshalb erst jetzt? Warum nicht schon vorher, mit seinem Parteikollegen als bisher schon zuständigem Dezernenten?

"Frischer Wind"? Gut so, aber aus welcher Richtung und wohin? Während SPD und Grüne im Kreistag ein ambitioniertes Programm für die soziale und ökologische Gestaltung des Landkreises haben, für Mobilität plus Klimaschutz plus Digitalisierung und sichere Arbeitsplätze, die LuL dabei den ländlichen Raum entwickeln will, ist von den anderen Fraktionen leider (noch?) nicht viel "Frisches" zu hören. Bei den Linken gibt es Wunschziele, vor allem im sozialen Bereich, die sicher richtig sind, aber ohne Mehrheiten für eine soziale Politik eben auch nicht erreichbar werden.

Die CDU steht programmatisch dagegen (bisher?) für "mal sehen, was kommt". Das wird nicht reichen. Ob der neue Landrat für die Zusammenarbeit der Demokrat*innen im Landkreis neue Impulse zu setzen vermag, bleibt ebenfalls abzuwarten. Schon die Abgrenzung zu ganz rechts fiel ihm im Wahlkampf sichtlich sehr schwer. Das schafft nicht gerade Vertrauen über Parteigrenzen hinweg. Dabei ist das so dringlich notwendig!

Vielleicht hilft ja Pfingsten, das Fest der Erkenntnis, da weiter. Zu wünschen wäre es!

Gerd Matzke

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