Zum Inhalt springen
COVID Foto: Max-Planck-Gesellschaft
COVID

25. November 2020: COVI19 und (vorerst) kein Ende

Schlagwörter
Seit Anfang März 2020 ist die Welt für uns alle eine andere. Ein Virus, von China aus in die ganze Welt getragen, hält uns in Atem.
Wir alle müssen uns einschränken. Einschränken, damit Krankheit und Tod nicht über das Leben siegen.
Viele Tausend Menschen sind weltweit gestorben. Bei uns im eigenen Land. In Spanien, Italien, den USA, Brasilien und in vielen anderen Ländern dieser Welt. Die Bilder gehen uns nah. Wir trauern um die, die einsam sterben. Wir denken an ihre Angehörigen, die nicht einmal gemeinsam Abschied nehmen können.
So sehr unser aller Leben auf dem Kopf steht, so denken wir an die, die die Krise besonders hart trifft, die krank oder einsam sind; die Sorgen um ihren Job haben, um die Firma; und an all die, denen Einnahmen wegbrechen; die Familien, die Alleinerziehenden in der engen Wohnung ohne Balkon und Garten.
Die Pandemie zeigt uns, wie verwundbar wir sind. Zu lange haben wir geglaubt, dass wir unverwundbar sind, dass es immer nur schneller, höher, weiter geht. Wachstum über alles, auch in unserer Wirtschaftsleistung. Aber das war ein Irrtum. Die Krise zeigt uns allerdings nicht nur das, sie zeigt uns auch, wie stark wir sind! Worauf wir bauen können, und sie führt uns auch gnadenlos viele Versäumnisse der Vergangenheit vor Augen.
Dennoch bin ich froh, in einem Land zu leben, in dem sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger vernünftig verhält, verantwortungsbewußt gegenüber ihren Mitmenschen und solidarisch.
Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Mund- und Nasenschutz überall dort tragen, wo es empfohlen oder sogar vorgeschrieben ist und vor allem immer auch auf die achten, die besonders gefährdet sind, und vor allem dürfen wir dabei nicht leichtsinnig werden!
Die Pandemie ist lange nicht vorbei, sie ist nicht überstanden, wir sind vielmehr mittendrin in der zweiten Welle. Die Infektionszahlen in Deutschland sind zwischendurch wieder angestiegen und besorgniserregend. Uns in Mecklenburg-Vorpommern und uns hier im Landkreis Nordwest - Mecklenburg geht es dabei ja nach verhältnismäßig gut. Die Infektionszahlen hier im Norden sind im Vergleich zu den übrigen Bundesländern noch überschaubar. Und so soll es auch bleiben!
Die Verantwortungslosigkeit einiger weniger ist ein Risiko für uns alle! Wenn wir jetzt nicht besonders vorsichtig sind, dann gefährden wir die Gesundheit vieler. Und wir gefährden darüber hinaus die Erholung unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft, unseres Kulturlebens.
Eine weitere längere Phase des Stillstands würde uns alle noch viel härter treffen. Dabei sind wir im Vergleich zu den meisten Ländern dieser Erde doch wahrlich gut, nein, sehr gut dran.
Wenn heute jemand behauptet, er lebe in einer schweren Zeit, im 'Notstand' und in seinen Bürgerrechten eingeschränkt, dem empfehle ich einmal einen Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus.
Und wie war das bei unseren Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern? Die hatten wirkliche Not, Krieg, Hunger, Vertreibung, kein Heizmaterial und erstmal auch keine sichtbare Zukunft. Die hatten wirkliche Gründe zum Jammern und reele Zukunftsängste. Heute leben wir in einem demokratisch geführten Sozialstaat, der hilft, möglichst viele Härten, soziale und wirtschaftliche, abzufedern. Insofern sind all die Proteste von 'Querdenkern', Pandemie - Leugnern und Demokratie-Feinden nur sehr schwer zu verdauen.
Die Verantwortung für uns selbst und unsere Mitmenschen tragen wir selbst, jeder Einzelne für sich, und die Gemeinschaft für jeden Einzelnen.
Deshalb sollten wir auch weiterhin besonders vorsichtig bleiben – in der Freizeit, bei der Arbeit, mit Freunden, im Verein und in den Familien. Wir dürfen nicht leichtsinnig und sorglos werden. Das Leben mit Maske und Abstand werden wir erst dann wieder zur Normalität zurückführen können, wenn wir die Zeit bis zur Verfügbarkeit wirksamer Medikamente mit Disziplin und Vernunft überbrücken. Und es ist absehbar, dass bald wirksame Impfstoffe weltweit zur Verfügung stehen.
Ich bin mir sicher, dass wir auch diese Krise meistern und die COVID19-Pandemie dann Geschichte ist. Nur eines dürfen wir in dieser Krisenzeit nicht: die Geduld verlieren!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gute Zeit und, bleiben Sie gesund!
Ihr
Hans Espenschied

Vorherige Meldung: 15.11.2020: Volkstrauertag

Nächste Meldung: Frohe Weihnachten und alles Gute für das Jahr 2021

Alle Meldungen