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7. März 2021: 08. März - internationaler Frauentag --- ein Kommentar von Peter Ninnemann (Pötenitz)

Ein Tag, der uns alle angeht!
Am Montag, 8. März, ist internationaler Frauentag.
Der Weltfrauentag wird seit über 100 Jahren begangen. Der Frauentag, oder auch Frauenkampftag, hat seine Wurzeln in der Arbeiterinnenbewegung.
Weltweit wurde und wird bis heute für Gleichberechtigung, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für Frauen sowie für ein Frauenwahlrecht in verschiedenen Ländern und gegen Diskriminierung protestiert.
Clara Zetkin, eine deutsche, sozialistische Politikerin, hat großen Anteil an der Einführung des Internationalen Frauentags.
Das diesjährige Motto lautet " Mehr Gewerkschaft, mehr Gleichstellung, Mehr denn je".
In Deutschland ist der Frauentag nur in Berlin seit 2019 gesetzlicher Feiertag.
Der Frauentag steht diesmal natürlich auch unter dem Eindruck der Corona-Pandemie . Die Krise verschärft und verdeutlicht die weiterhin bestehenden Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Denn vor allem Frauen arbeiten in systemrelevanten, aber zugleich leider unterbezahlten Berufen.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, das gilt heute mehr denn je. Lob und Anerkennnung für all die Frauen, die gerade jetzt, in dieser durch vielerlei Einschränkungen geprägten Zeit, paradoxerweise ihren 'Mann' stehen, sind da nicht genug. Der aufopferungsvolle Einsatz von Pflege- und Krankenhauspersonal muss sich auch in den Geldbörsen bemerkbar machen.
Das jetzt, ganz aktuell, gerade der von der katholischen Kirche getragene Wohlfahrtsverband CARITAS einen Flächentarifvertrag für das Pflegepersonal scheitern ließ, spricht Bände und zeigt, welchen Stellenwert das arbeitende Personal, und hier sind es ja auch überwiegend Frauen, in solchen Organisationen hat.
Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften planten ab August 2021 eine Erhöhung der Mindestentgelte und eine bessere Absicherung der Beschäftigten. Der CARITAS-Verband hat das verhindert. Schade oder/und Schande!
Auch in der Corona-Krise sind wieder besonders Frauen betroffen und am Ende leidtragend.
Wieder einmal übernehmen überwiegend Frauen die Haus- und Familienarbeit, reduzieren ihre Arbeitszeit, vermindern damit ihr Einkommen und reduzieren ihre späteren Rentanansprüche.
Die Corona-Krise darf nicht zu einem Rückschritt der Geschlechterrollen führen!

07.03.2021/PN

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